Das Lerncafe in VB, ein Erfolg !

 

Das Lerncafe wurde am 20. Oktober 2016 im Turnerstüberl des Turnvereins in der Stadt Vöcklabruck durch Bürgermeister Herbert Brunsteiner eröffnet. An drei Nachmittagen können Volksschulkinder aus allen sozialen Positionen eine Lernbetreuung in Anspruch nehmen. Durch das Engagement der Sozialstadträtin Elisabeth Kölblinger  wurde das Lerncafe gemeinsam mit einem erfahrenen Partner realisiert. Die Rahmenbedingungen für einen Erfolg wurden gelegt.

Es ist nunmehr möglich, bis zu 18 Kinder bei ihren Hausaufgaben und beim Lernen zu unterstützen. Zwölf ehrenamtliche MitarbeiterInnen kümmern sich an drei Nachmittagen um die Kinder. Die Kooperation mit den LehrerInnen der Volksschulen läuft bestens. So kommen Kinder von Familien aus allen sozialen Positionen in den Genuss einer Lernbetreuung.
„Meine Initiative hat schon lange vorher begonnen. Mit der Caritas für Kinder und Jugend haben wir einen erfahrenen Partner. Dies ist bereits das 7. Lerncafe der Caritas in Oberösterreich“, erklärt die Sozialstadträtin Elisabeth Kölblinger die lange Vorlaufzeit und die nicht immer einfachen Rahmenbedingungen.

Die Koordination mit den Schulen erfolgt durch die Mitarbeiterin der Caritas vor Ort, Christine Schön. Sie wählt gemeinsam mit den Lehrkräften der Volksschulen die Kinder aus und ist Ansprechperson für die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen und die Eltern. Die Stimmung bei der Eröffnungsfeier spiegelte den gelungenen Start wider: zufriedene und fröhliche Gesichter bei Kindern, Eltern und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen.

Integration-eine spannende Herausforderung !

Integration

Einer spannenden Herausforderung hat sich die Stadt Vöcklabruck gestellt: Ein ganzes Jahr lang ließ sie von 20 Studierenden des Masterstudiengangs Soziale Arbeit an der Fachhochschule Oberösterreich in Linz die Lage der Integration in der Bezirksstadt untersuchen.

Die Forschungsergebnisse wurden einem interessierten Publikum nun unter dem Titel „Anerkennung, Ausgrenzung, ‚Integration‘?“ vorgestellt. Im Detail wurden die Lebensbereiche Kindergarten und Schule, Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Vereinsleben unter die Lupe genommen.

Eines der Resümees lautete: „Vöcklabruck ist eine Stadt, in der es vergleichsweise viele Bürger und Initiativen gibt, die Migranten und Geflüchtete unterstützen.

Ehrenamtliches Engagement Einzelner sowie das Engagement einzelner Verantwortlicher von Institutionen und Organisationen machen den Unterschied, auf den es ankommt.“

Allein die Tatsache, dass die Studie von allen Parteien befürwortet und vom Bürgermeister unterstützt wurde, zeige, dass Vöcklabrucker Wert auf ein gutes Zusammenleben und Diversität legt. Entsprechend gebe es viele Angebote und Initiativen, die das fördern und zur hohen Lebensqualität der Stadt beitragen.

Dennoch bleibe noch viel Spielraum für Veränderungen: etwa die Schaffung von mehr Begegnungsorten, die Reduktion „stigmatisierter“ Stadtviertel, spezielle Weiterbildungen für Pädagogen und auch für Führungskräfte in der Arbeitswelt. „Vielfalt in einer Gemeinde heißt, dass die verschiedenen Menschen zusammen leben und nicht in parallelen Gruppen nebeneinander her leben“, kommen die Forschenden zum Schluss. Als eines der positiven Beispiele wird der Gemeinschaftsgarten in der Dürnau angeführt.

Studienleiterin Prof. (FH) Dr. Martina Tißberger gab den Zuhörenden mit auf den Weg: „Hinterfragen Sie sich selber und Ihr Denken kritisch – damit ist schon viel gemacht!“