Einkaufen in einer Wohlfühlstadt

Vöcklabruck ist eine Wohlfühlstadt und bemüht sich, diesen Status durch ständige Innovationen zu halten. Die Bereiche sind dabei von Wirtschaft, Kultur, Gesellschaftsleben, Infrastruktur und Wohnen dominiert.

Unser Thema heute: Einkaufen

Vöcklabruck hat fünf Einkaufszentren: das Gewerbegebiet Ost (vulgo Leinerkreuzung), die Varena, das Schöndorfer Plateau, das Gewerbegebiet West mit z.B. Lothring und Obi und die am dichtesten mit Geschäften besetzte Innenstadt. Für eine Wohlfühlstadt und deren Einkaufsmöglichkeiten ist eine starke Peripherie immens wichtig, das Herz und die Identität einer Stadt schlägt aber drinnen um das Zentrum.

Innovationsfreudiges Zentrum: aber so weit geht es noch nicht:….“Talking heads“ z.B in der Auslage

Wir zitieren aus Stadtmarketing Austria: „Eine Stadt, in der viele Betriebe von Unternehmern und Unternehmerinnen selbst geführt werden, hat vieles richtig gemacht.“  Der Angebotsschlüssel in der Innenstadt ist schon einmal sehr gut: rund 5 Mal soviel inhabergeführte Betriebe als Ketten, sehr innovationsfreudige Betriebe wohlgemerkt, daher ist das Einkaufsbild der Innenstadt wirklich up to date und auch nicht so leicht austauschbar.

Gemeinsame Maßnahmen von Wirtschaft und Gemeinde

Stadtmarketing Austria: „Neue Medien sind in modern geführten Unternehmen unverzichtbar. Das Stadtmarketing oder Gemeinde setzen ein Zeichen, indem sie selbst auf neue Technologien setzen: zum Beispiel durch einen attraktiven Social Media Auftritt oder durch die Entwicklung eines interaktiven Communityportals für die BürgerInnen und die lokale Wirtschaft. Mit durchdachten Konzepten kann hier auch die Vernetzung der Unternehmen untereinander virtuell gestärkt werden.“

Die Basis dafür ist in VB jedenfalls gelegt, aber im vergangenen Jahr noch nicht wirklich genutzt.

Prozentuell und flächenmäßig wenig Leerstand

Österreichweit betrachtet ist der Leerstand in VB gering, aber mit der Sonderkrux behaftet, dass sich an auffälligen Stellen Probleme mit Hausbesitzern nicht und nicht lösen lassen.

Als Arbeitsleitlinie gilt trotzdem nach Stadtmarketing Austria:

„Um Leerständen und dem Donut-Effekt vorzubeugen, ist ein aktives Management der leeren Flächen unverzichtbar. Bewährt haben sich Maßnahmen wie attraktive Mietfördermodelle für Start-Ups und die Neukonzeption der Nutzungsmöglichkeiten bestehender Räume. So ist es mittlerweile chic, Erdgeschosslokale mit Schaufenstern auch als Büros – z.B. in den Branchen Werbung oder Architektur – zu nutzen. Erfahrungen zeigen, dass ein hohes Potenzial in der Fokussierung auf junge Kreative liegt. Auch Co-workingspaces und Shared Offices bieten neue Chancen, leere Lokale zu beleben.“

Kenner der VB-Innenstadt wissen, dass es Co-workingspaces gibt, sie kennen auch die Qualität der Pop-ups, vor allem in der Vorweihnachtszeit. Für die Verantwortlichen ist da noch mehr drin. Der neue Stadtplatz sicher ein „Nachfrage-booster“.

Schwachstelle Öffnungszeiten:

Das kann die VB-Innenstadt nicht wegdiskutieren. Das Stadtmarketing hat vor Jahren eine Kernöffnungszeit von 9-12 Uhr 30 und 14 bis 18 Uhr vorgeschlagen und auch propagiert. Das hält heute einer Überprüfung nicht Stand und sollte ehest unter der Kaufmannschaft wieder diskutiert werden.

Der Trick mit den Märkten

Vöcklabrucks Innenstadt war vor 2012  punkto Wochenfrequenz unter den Top-Ten Einkaufsstraßen in Österreich. Die Eröffnung der Varena hat  klarerweise an der Frequenz geknabbert. In den nächsten zwei Jahren sollte sich die Innenstadt da wieder mausern. Vehikel dazu sind ein Top-Wochenmarkt und ein Top-Frischemarkt, unterstützt vom monatlichen Trödelmarkt, von Schnäppchenmärkten, Pferdemarkt und auch Streetfood-markets.

Warum funktionieren Märkte in VB so gut?

Stadtmarketing Austria : „In einer deutschen Untersuchung gaben die Befragten an, dass die Enge von kompakten, geschlossenen Märkten sich positiv auf deren Attraktivität auswirken, während freie Flächen diesen Eindruck stören. Ein Markt auf öffentlichen Plätzen im Freien bekommt Pluspunkte, wenn er von Gebäuden eingegrenzt ist. Auch ein deutlich erkennbarer Eingang, etwa in Form eines Tores, (oder Toren!) erhöht die Attraktivität eines Marktes.“

Dem ist für VB -Innenstadt nichts hinzuzufügen!

by maximilian lötsch

 

Wohlfühlstadt und Denkmalamt

Ensembleschutz für die Innenstadt

Das Bundesdenkmalamt hat im Frühjahr 2018 die Innenstadt von Vöcklabruck (hier Stadtplatz, Vorstadt, Jungmairgasse, Hinterstadt) einer genauen Prüfung unterzogen und das Ensemble per Bescheid unter Teilschutz gestellt. Das stellen wir hier wertfrei fest. Für viele Vöcklabrucker ist jedoch das geschichtliche und kulturelle Gutachten über Vöcklabruck interessant, weshalb wir es hier einer größeren Öffentlichkeit präsentieren.

Das Gutachten

Wir zitieren im folgenden aus dem Gutachten des Bundesdenkmalamtes über die geschichtliche und kulturelle Bedeutung der Stadt:

Beide Stadtplatztürme noch erhalten

„Dass die Stadt Vöcklabruck auf eine Gründung der Babenberger zurückgeht, ist anhand der Errichtung eines breiten Stadtplatzes zwischen den beiden Stadttürmen auch heute noch eindeutig erkennbar…… Vergleicht man Vöcklabruck mit anderen oberösterreichischen Städten, die eine ähnliche Stadtplatzform aufweisen, lässt sich feststellen, dass es sich um die einzige Stadt im Bundesland handelt, bei der noch beide Türme der ehemaligen Stadtbefestigung erhalten sind….Der untere Stadtturm in Schwanenstadt wurde schon 1846 abgebrochen, der Obere Turm hat sich dort sehr gewandelt. Beim noch erhaltenen Ledererturm in Wels handelt es sich um den westlichen der beiden ehemals den Stadtplatz begrenzenden Stadttürme.“

VB hat ein Alleinstellungsmerkmal

„Es gibt zwar noch Städte in O.Ö. mit mittelalterlichen Stadttürmen (wie Braunau, Enns, Freistadt, Ried/Innkreis oder Schärding), doch begrenzen die Türme dort nicht einen zentralen Stadtplatz. Somit kommt Vöcklabruck mit seinem Stadtplatz ein Alleinstellungsmerkmal in Oberösterreich zu.“

Nichts Kleinliches in dieser Stadtform

Im Gutachten wird Rudolf Heckl zitiert, der 1949 über Vöcklabrucks Stadtplatz festgestellt hat: „Nichts Kleinliches ist in dieser Stadtform. Keine Reihung von romantischen Plätzen oder Winkeln! Ein großräumiger Platz. Die Häuser bilden geschlossene Wände. Sie haben hohe, meist waagrecht abschließende Stirnmauern, hinter denen das Dach nicht sichtbar ist oder nur als Schopfwalm wie eine Bekrönung wirkt. Trotz dieser geschlossenen Gesamtheit hat jedes Haus seine Persönlichkeit.“

„Der Platz ist ein Saal, über den sich der Himmel spannt….“

„Die ehemals landesfürstliche Stadt ist ein bemerkenswertes Stadtdenkmal, das sich ausgehend vom Mittelalter durch seine verkehrsmäßig günstige Lage bis hin zur heutigen Bezirkshauptstadt mit einer vielschichtigen Bausubstanz entwickelt hat.“

Wertschätzung der Bürgerinnen und Bürger gegenüber der historischen Bausubstanz

Wir zitieren weiter:“ Die hauptsächlich vom Handel genutzten Erdgeschosszonen des Stadtplatzes und der Vorstadt waren dem starken Veränderungsdruck des 20. Jahrhunderts am stärksten unterworfen, da gerade in jenen Bereichen Modernität und Kundenfreundlichkeit an erster Stelle standen. Dennoch ist der Gesamteindruck des Ensembles noch immer von der Wertschätzung der Bürger und Bürgerinnen ihrer historischen Bausubstanz gegenüber geprägt. Gepflegte Fassaden, teilweise sehr sensibel durchgeführte Adaptierungen und die in der gesamten Altstadt aufgestellten Schautafeln zur Stadtgeschichte bezeugen die lokale Wertschätzung.

Der Werdegang einer Stadt wird sichtbar

„….Es können die bestehende Bausubstanz innerhalb des Ensembles, die erhaltenen sichtbaren Spuren in Form von bauhistorischen oder künstlerischen Merkmalen, Inschriften, Wandmalereien in Zusammenhang mit den schriftlichen Überlieferungen, Darstellungen, Urkunden ein Gesamtbild von Vöcklabruck generieren, das eindrucksvoll den Werdegang einer Stadt schildert, die auf vielfältige Art und Weise mit der österreichischen Geschichte verwoben ist.–“

Wir stoßen auf die nächsten 100 Jahre an…

“ And the future is certain, give us time to work it out“……Talking Heads „Road to nowhere“

 

by maximilian lötsch

 

 

 

Stadtmarketing-wie ich es sehe

Eine stetige Herausforderung

Das Marketing und damit auch das Stadtmarketing hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr gewandelt. Heute steht der Mensch im Mittelpunkt, früher das Produkt. Dies auch deshalb, weil die sozialen Medien eine ganz andere Kommunikationskultur geschaffen haben. In der digitalen Wirtschaft sind Verbraucher in horizontalen Gemeinschaften sozial miteinander vernetzt. Sie sind gut informiert. Und der mögliche Verbraucher weist viele Facetten auf, von der Altersstruktur einmal ganz abgesehen!
Und Marketing muss „schnell“ sein, sofort erfassbar ! Jeder kennt „wisch und weg“….

Stadtmarketing braucht eine Marke.

Die Marke Vöcklabrucks heißt „Stadt mit Vielfalt und Genuss“, ein viel gebrauchter Untertitel ist „Wohlfühlstadt“.
Gekonntes Stadtmarketing nimmt den möglichen Besucher und Konsumenten auf eine „customer journey“ mit. Eine Reise, die über das Kennenlernen zum „Mögen“ der Marke führt, danach über die auszulösende Neugierde zum Kauf und schließlich zur Weiterempfehlung. Letztere ist extrem wichtig, um zukünftige Umsätze zu lukrieren.

Einschub: in der amerikanischen Literatur bei Philip Kotler „Marketing 4.0“ liest sich das so:

Die customer journey beruht auf den 5 „As“: aware, appeal, ask, act, advocate=kennenlernen, mögen, neugierig werden, kaufen, weiterempfehlen. Das ist die Perlenschnur, an der erfolgreiches Stadtmarketing abläuft. Schafft man es nicht, vom Kennenlernen zum „Mögen“ zu kommen, ist da schon Sense mit Umsätzen !

Wir steigen in das Vöcklabrucker Stadtmarketing ein, in die Welt der Marke “Stadt mit Vielfalt und Genuss“

Damit der mögliche Kunde die Marke VB kennenlernt, erfolgt durch das Stadtmarketing allgemeine Werbung über Printmedien, TV, Kino und digitale Medien. Daneben gibt es Events wie Feuernacht, Blumenmarkt, Weihnachtsmarkt, Winterzauber-Feuernacht.

Aber auch z.B. Sportevents wie das Bocchia-Turnier. Alles Maßnahmen, um die Bekanntheit von Vöcklabruck bzw. besonders der Innenstadt zu erhöhen.

Damit der Besucher die Stadt sympathisch findet, achtet das Stadtmarketing vor allem auf das Ambiente, die Bequemlichkeit, die Treffpunktqualität. Das Stadtmarketing sorgt sich auch um entsprechenden Blumenschmuck in roten Eternittrögen, denn schließlich ist VB auch „Eternitstadt“.

Auf Stimmung achten !

Positive Stimmung sorgt klarerweise für entsprechende Frequenz. Angemerkt sei, dass Stimmung ein unbezahlbarer Hebel nach oben sein kann. Stimmung kann aber auch jederzeit kippen, das Stadtmarketing, und auch alle anderen Akteure, müssen da stets ein Auge darauf haben.

Kaufabschluss

Wir sind jetzt knapp dran, den ersten Kaufabschluss zu tätigen oder die erste Konsumation zu verkaufen. Die Neugierde haben wir durch „Mein Stadtmagazin“, durch Facebook, durch allgemeine Werbung und auch durch die Geschenkgutscheine geweckt. Wir legen in VB noch ein Schäuferl drauf durch die Treffpunktkomponente mit den 2 Märkten in der Woche und den sommerlichen Flohmärkten. Schanigärten! Gleichzeitig gibt es Veranstaltungen wie Tag für Kinder, der Nikolaus kommt, aber auch Vernisagen, Konzerte und dgl.
Klarerweise erfolgt eine permanente Betreuung der Besucher über digitale Medien, das Stadtmarketing postet praktisch jeden Tag.

Die Geschäfte

Der Kaufakt schließlich ist im Verantwortungsbereich der Geschäfte, Auslagen, Freundlichkeit, Kompetenz, Öffnungszeiten. In Zukunft extrem wichtig, Präsenz nicht nur offline, sondern auch über eine entsprechende regionale Verkaufsplattform online. Darum wird sich das Stadtmarketing in Zukunft stark bemühen müssen.
Im groben kann man sagen, alle Akteure leben in einer großen Blase: das Stadtmarketing sorgt für Werbung, Ambiente, Frequenz, die Geschäfte und die Gastrobetriebe „schießen den Vogel“ ab.

Kunde, bitte, komm bald wieder ! Die Komponente der Weiterempfehlung ist von steigender Wichtigkeit. Facebook ist hier ein wichtiges Hilfstool.

Wohin geht die Marketing-Reise?

Ohne Zweifel wird das Geschichtenerzählen über eine Marke, über eine Stadt immer wichtiger. „Hard facts“ durch „soft-facts“ ersetzen, quasi. Im englischen heißt das „Content-Marketing“. Das wird eine sehr arbeitsintensive Aufgabe, die auf mehreren Schultern ruhen sollte. Denn „Content-Erstellung“ ist sehr zeitintensiv.
Danke für das Durchlesen: Hoffentlich entspricht der „Content“ !

by maximilian lötsch

Nahverkehr

Vöcklabruck schneidet bei Öffi-Erreichbarkeit gut ab

Der Verkehrsclub Österreich hat die nachhaltige Mobilität untersucht, ein wichtiges Kriterium für eine Wohlfühlstadt.

Beim Mobilitätsangebot gibt es nicht nur ein Stadt-Land-Gefälle, auch zwischen den Regionen sind die Unterschiede groß, wie eine aktuelle Publikation des Verkehrsclubs Österrreich (VCÖ) zeigt. Neben Wels ist bei den kleineren regionalen Zentren Traun am besten mit Bahn und Bus erreichbar, vor Vöcklabruck und Ried i. I.

Der VCÖ hat das umweltfreundliche Mobilitätsangebot in 124 Orten Österreichs, die laut Definition von der Österreichischen Raumordnungskonferenz als regionales Zentrum zu bezeichnen sind, unter die Lupe genommen. Bei den Zentren unter 20.000 Einwohnern ist Traun mit Bahn und Bus am besten erreichbar, knapp vor Vöcklabruck. Nach Vöcklabruck pendeln viele aus dem Umland zur Arbeit, zusätzlich ist Vöcklabruck für die Region eine sehr wichtige Schulstadt.

Tourismus II

Der Audioguide – ein Begleiter durch die Wohlfühlstadt

Den Audioguide kann man im Tourismusbüro ausborgen. Er begleitet den Besucher Vöcklabrucks vom Stadtplatz bis hinauf nach Maria Schöndorf.

Hier eine Hörprobe aus der Schererstrasse. Der Salzburger Schauspieler Werner Friedl und Birgit Brunsteiner erzählen..

Tourismus I

Zum Tourismus in Vöcklabruck

Ziel des Tourismusverbandes ist es, die Wohlfühlstadt Vöcklabruck in der Wahrnehmung der Besucher und Bewohner zu stärken.

Touristischer Stempel

 Vöcklabruck soll ein touristischer Stempel aufgedrückt werden, die Ausstattung ist ja mit tollem Hallenbad und Freibad, mit einer attraktiven Kletterwand, mit dem hochgelobten Fuxiweg im Pfarrerwald für Kinder, mit dem einzigartigen Stadtpark und Wasserpark und deren Spielplätze bzw. Erholungswert schon auf sehr, sehr hohem Niveau. Das reichhaltige gastronomische Angebot ist ein weiterer Vorteil der Stadt.

Vieles ist geschehen…

Zusätzlich wurde in der jüngster Vergangenheit der Stadtturm begehbar gemacht und auch ausgestattet, die Flaniermeile nach Schöndorf geschaffen, der dazupassende Audioguide (auszuborgen im Tourismusbüro) auf den Weg gebracht, historische Tafeln wie für den Rundweg entlang der alten Stadtmauer oder in der Schererstrasse montiert bzw. wurde die Unterführung der B1 hinauf nach Schöndorf auf ein zeitgemäßes Level angehoben. Auch wurde der Schritt gewagt, den Touristen und der Bevölkerung E-bikes anzubieten, sicherlich noch ausbaufähig, es gibt das spannende Projekt „Urban Gardening“ im Kirchenpark und der Tourismusverband hat der Bevölkerung drei Turngeräte im Stadtpark zur Verfügung gestellt.

 

 

Auf den großen Parkplätzen wurden die vielbestaunten Luftaufnahmen von Vöcklabruck montiert, die Suchfunktionen für Betriebe auf der Homepage Vöcklabruck.info wurde auf ein sehr gutes Niveau gehievt. Daneben ist das jüngste Juwel des Tourismusverbandes, das Modellbaumuseum „Triebwerk“ mit seinen vorwiegend von Bernd Kraml stammenden 700 Modellen und vielen Videofilmen ganzer Stolz der handelnden Personen.
Schön ist es auch zu sehen, dass mit dem „Jupitu“ am Stadtplatz für Mütter (bzw. für Wirtschaft und Ärzte) eine gute Kinderbetreuung organisiert werden konnte.

Innovationsfreudigkeit

Innovation als Verantwortung

Um eine Stadt auf ihrem guten Niveau zu halten, sind (wohl oder übel) immer Neuerungen notwendig. Die provokante Frage könnte dabei lauten: Innoviert man schon oder kopiert man noch ?
Wir beschäftigen uns hier mit einem  Aufsatz von Dr. Gertraud Leimüller, 2007-2013 Präsidentin der Kreativwirtschaft Austria.


Früher waren die Verantwortlichen für Innovation leicht auszumachen. Die saßen irgendwo ungestört in einem Schrebergarten und dachten vor sich hin. Das geht so heute nicht mehr. Wer heute Neues entwickeln oder erdenken will, muss sich ins Getümmel werfen, mit anderen Denkern vernetzen, Türen öffnen und Allianzen schmieden. Innovation wird zur gesamtwirtschaftlichen Aufgabe.
Dabei braucht man sich nichts vorzumachen: Innovation ist eine undankbare Aufgabe, verschleißt viel Energie und braucht viele Anläufe.


Aber: es gibt eine Verantwortung zur Innovation!


Wie soll man sonst den gehobenen Lebensstil, die intakte Landschaft, die sozialen Strukturen, Gesundheit und Bildung auf Dauer sichern ?

Dr. Leimüller gibt uns dazu 4 Thesen mit auf den Weg:

1) Innovationsverantwortung bedeutet, Probleme der Bürger und Bürgerinnen bzw. der Gesellschaft zu lösen. Innovation muss Mittel finden, die besser als die vorhandenen sind. Gesellschaftliche Innovation, die durch die Vielseitigkeit der Gesundheits.-, Alterungs.-, Klimaschutz.- und Migrationsthemen zum Ausdruck kommt.
Innovationsverantwortung bedeutet hier, mit oder ohne Technologie, mit oder ohne Forschung Probleme der Gesellschaft und der Bürger zu lösen.

2) Innovationsverantwortung kann man nicht nur an Wissenschaft und Wirtschaft delegieren
Es geht um Open-Innovation, um das finden neuer Akteure (bzw. Hirne), weil es sehr wahrscheinlich geworden ist, dass die Innovationsimpulse und neuartiges Wissen aus unüblichen Orten und unüblichen Personen kommen. Somit braucht man neben der Wissenschaft und Wirtschaft die digitale und nicht-digitale Zivilgesellschaft, vom einzelnen Bürger bis zu Vereinen und Communities.

3) Innovationsverantwortung bedeutet, Usern und Bürgern neue Werkzeuge in die Hand zu geben.
Einzelne Bürger, User-Crowds oder Communities sind oft sehr gut in der Lage, Probleme zu benennen und nach Lösungen zu suchen. In Vöcklabruck wäre das z.B. das „Otelo“ ein solches Werkzeug..

4) Innovationsverantwortung bedeutet , einen neuen Führungsstil zu kultivieren.
Wenn Innovation demokratischer wird, so braucht es doch eine Führung. Es braucht Menschen (Chefs), welche Innovation mit allen Mitteln anstreben, dafür ihr persönliches Gewicht in die Waagschale werfen und oft das Unmögliche möglich machen. Doch zum Unterschied zu früher müssen wir von einer „distributed leadership“, also von verteilten Führungsrollen ausgehen.
Es ist Mut zum Experimentieren, unternehmerisches Denken und Offenheit für das andere gefragt.

Vielseitiges Vöcklabruck

Vöcklabruck
ist eine sehr
vielseitige Stadt. Hier ist der Versuch, Vöcklabruck in ein paar
Sätzen darzustellen, damit man auch eine Basis für eine
Evaluierung kommender Maßnahmen hat….

Vöcklabruck ist der bedeutendste Ausbildungsort der Region: 16
Schulen mit rund 5.600 SchülerInnen sowie diverse Fort- und
Weiterbildungs-Möglichkeiten.

Vöcklabruck ist der Arbeitsplatzmotor der Region: Insgesamt
verdienen  17 148 Personen bei einem Pendlersaldo von
10 376 ihren
Lebensunterhalt in Vöcklabruck. Somit weist Vöcklabruck mehr
Arbeitsplätze als Einwohner auf.

Vöcklabruck ist der Konjunkturmotor der Region: Bei der
Kaufkraft-Bindung liegt Vöcklabruck oberösterreichweit an
dritter Stelle!

Vöcklabruck ist die Einkaufsmetropole der Region: Mehr als 650
Handels- und Gewerbebetriebe machen Vöcklabruck zur wichtigsten
Einkaufsstadt der Region.

Vöcklabruck hat die höchste Lebensqualität der Region:

Vöcklabruck entwickelte sich bereits im Mittelalter zu einem Stadtjuwel, das es bis heute geblieben ist. Viele historisch interessante Bauwerke und der bezaubernde Stadtplatz bilden den Kern einer heute durch und durch modernen Stadt, der es gelungen ist, Tradition und Moderne harmonisch verschmelzen zu lassen.

Die Stadt bietet aber noch mehr als eine geschichtsträchtige Atmosphäre
und ist heute Behördenzentrum, Schulstadt und beliebter Wirtschaftsstandort
mit bester Infrastruktur.

Vöcklabruck wird auch „das Tor zum Salzkammergut“ genannt.
Traunsee und Attersee liegen ebenso vor der Haustüre wie die
Weltkulturerberegion und die beliebten Freizeitregionen rund um die
Seen.

Vöcklabruck
selbst bietet alles, was sich das Bürgerherz nur wünschen
kann: vielfältigste Einkaufsmöglichkeiten durch einen
hervorragenden Branchenmix ergänzt mit den überaus beliebten Märkten,
gute Lokale und ein breites Angebot an Freizeitmöglichkeiten, das
für jeden Geschmack was bietet.

Vöcklabruck ist die
Gesundheitsmetropole der Region: Im
Gesundheitsbereich verfügt Vöcklabruck über eine hohe
Infrastruktur vom Schwerpunktkrankenhaus über Hauskrankenpflege
bis zu Seniorenwohn- und pflegeheimen.

Vöcklabruck
ist die Kulturhauptstadt der Region: Pro Jahr werden unter anderem im
Stadtsaal an die 161 Veranstaltungen angeboten. Darunter fallen
Schauspiele, Opern, Operetten, Musicals, Kabaretts, Konzerte, Lesungen
und Kinderveranstal-tungen, aber auch Bälle, Ausstellungen und
Reisevorträge.